Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Gedenkstätte Lieberose in Jamlitz

seit 2023 Gedenkstätte Lieberose in Jamlitz

Das Bild zeigt den Gedenkort: Ein ockerfarbener Weg, umgeben von niedrigen Informationsstelen, markiert den Standort der Baracke 16. Im Vordergrund rechts ist eine Infotafel zu sehen, im Hintergrund das denkmalgeschützte Siedlungshaus, das als Bürogebäude der Gedenkstätte dienen soll.

Nachdem 25-järiger Trägerschaft durch die Evangelische Kirchengemeinde Lieberose und Land wurde die Gedenkstätte Lieberose in Jamlitz im Juni 2023 in die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten aufgenommen. Bis 2027 ist der weitere Ausbau zu einer voll funktionsfähigen Gedenkstätte geplant. Die Planungen sehen die folgenden Maßnahmen vor:

1. Ein denkmalgeschütztes Siedlerhaus in unmittelbarer Nähe zum Gedenkort soll saniert und künftig für die Unterbringung der Arbeitsräume der Mitarbeiter genutzt werden. Das Haus wurde in den 1950er Jahren errichtet und dokumentiert den Umgang mit dem ehemaligen KZ-Gelände in der Nachkriegszeit. 

2. Unmittelbar neben dem Siedlerhaus soll ein neues Mehrzweckgebäude mit einem Saal für bis zu 100 Gäste für Gedenk- und Bildungsveranstaltungen errichtet werden. Weitere Räume dienen der Unterbringung der Sammlung und des Archivs. Eine Verbindung beider Gebäude mit einem Aufzug gewährleistet den behindertengerechten Zugang.

3. Die Freiflächen der Gedenkstätte sollen unter Einbeziehung des Tatortes des Massakers vom Februar 1945 landschaftlich gestaltet und die historische Topographie lesbar gemacht werden. Dazu gehört der Abbruch eines zweiten Siedlerhauses sowie eines Wirtschaftsgebäudes. Die unterschiedlichen Ereignisorte im Bereich der Gedenkstätte und ihres Umfeldes sollen durch Informationstafeln markiert werden.

Die veranschlagten Kosten von rund 3,4 Mio. Euro werden je zur Hälfte durch das Land Brandenburg und den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien getragen.

 

1943-1945 KZ-Außenlager Lieberose

1945-1947 Sowjetisches Speziallager Nr. 6

1954-1990 Erinnern und Gedenken in der DDR

1990-2023 Erinnerung und Gedenken am historischen Ort